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Hier werden unsere neuen Kollegen vorgestellt.

An unserer Schule stehen Schließfächer der Firma Mietra bereit.
Ein Mietra Schul-Schließfach erleichtert die schwere Schultasche und bewahrt persönliche Sachen sicher auf. Anmeldung, Service und Kündigung können direkt im Internet abgewickelt werden. Mietra empfiehlt die Anmeldung des Schließfaches im Internet: Dafür gibt es einen Nachlass auf die Miete und einen noch schnelleren Zugang zum Schließfach.
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Das Gymnasium Brake ist Sign-Schule.
Informationen zum Sign-Projekt finden sie hier:
'Sign'

Wiedersehen in der Schule (Quelle: Kreiszeitung Wesermarsch)

Zum ersten Mal fand gestern im Braker Gymnasium am Philosophenweg das Ehemaligen-Treffen statt. Die Resonanz war groß. Viele nutzten die Gelegenheit, um mit einstigen Mitschülern zu plaudern. Foto: gg


BRAKE. Hier eine Umarmung, dort ein Händedruck: "Ich habe gehört, dass Du auch da bist", so die herzliche Begrüßung. Die gemeinsame Schulzeit lag schon etwas zurück, jetzt gab es ein Wiedersehen - beim Ehemaligen-Treffen im Braker Gymnasium am Philosophenweg.
Das fand am gestrigen Sonntag zum ersten Mal statt. Schulleiter Klaus Dannemann hatte es auf den Weg gebracht: "Viele andere Schulen praktizieren das auch." Der Schulleiter und eine Reihe seiner Kollegen freuten sich über die große Resonanz - nicht nur einstige Schüler, sondern auch frühere Pädagogen kamen.

ins gespräch kommen

"Wir wollen eine Gelegenheit bieten, ehemalige Mitschüler und Lehrer wiederzutreffen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Und so erfahren wir auch, was aus unseren ehemaligen Schülern geworden ist", sagte Klaus Dannemann. Das Ehemaligen-Treffen soll eine feste Einrichtung werden: "Immer am 3. Weihnachtstag, am 27. Dezember", kündigte Klaus Dannemann an. Auch die Uhrzeit steht fest: von 11 bis 13 Uhr.
Anja Reimers, die Mitschüler und einstige Lehrer begrüßte, erinnerte sich noch gut an die Klassenfahrt der 10. Klasse. 1984 war es an die Ostsee gegangen nach Damp 2000. Auf einer Brücke war Anja Reimers in den Graben gesackt - und Lehrer Gerd Ulken musste sie rausziehen. Bevor sie eine weitere Mitschülerin entdeckte, stellte sie eine Veränderung fest: "Den Kiosk in der Schule gab es damals nicht."
Auch André Nourbakhsch, aus Berlin, fiel eine Veränderung auf: "Wenn man früher in die Schule kam, schaute man als erstes nach recht auf den Vertretungsplan. Heute gibt es links einen Bildschirm." 1997 hat der heutige Rechtsanwalt sein Abitur gemacht - und traf gestern eine große Gruppe ehemaliger Mitschüler wieder. Dazu gehörte auch Gesa Bahlmann, die heute Apothekerin in Hamburg ist. Auch sie fand die Idee eines Ehemaligen-Treffens gut.

fliegende kreide

Auch Norbert Prietz, heute Bankkaufmann in Westerstede, war gestern gekommen. "Das Ehemaligen-Treffen ist eine schöne Idee", sagte er und zeigte seinen Kindern seine einstige Schule. 1985 hat er Abitur am Braker Gymnasium gemacht. "Früher, ja da warfen Lehrer auch mal mit Kreide", erinnerte er sich an seine Schulzeit. Und beim Sportunterricht durfte nur mitmachen, wer Seife und Handtuch vorweisen konnte. Zwei Klassenkameradinnen von einst traf Norbert Prietz gestern wieder.
Die Ehemaligen fanden sich zu Gesprächen zusammen, tauschten bei Getränken und Knabbereien Erinnerungen aus, erzählten, was sie heute machen. Viele bummelten durch das Gebäude und schauten sich die Veränderungen an. Und in der Agora liefen Beiträge, die von der einstigen Video-AG gedreht worden waren - heute auf DVD verewigt. (gg)




... zum diesjährigen Ehemaligentreffen! Am 3. Weihnachtsfeiertag, also am Sonntag, den 27.12.2009, stehen die Türen des Gymnasiums Brake allen ehemaligen Schülerinnen und Schülern sowie natürlich den Angehörigen weit offen. Von 11:00 bis 13:00 können in weihnachtlicher Stimmung alte Schulfreunde und mit Einladung sicherlich auch Lehrerinnen und Lehrer getroffen werden. Für kalte Getränke sorgt Frau de Brito Soares. Treffpunkt ist die Agorá des Hauptgebäudes am Philosophenweg.


Wilde Hexen helfen zum Sieg (Quelle: NWZ-online)

VORLESEWETTBEWERB Schüler Rhoda Geisel und Florian Peters sind die Besten


DAS BRAKER GYMNASIUM UND DIE REALSCHULE HABEN DIE BESTEN VORLESER ERMITTELT. DER WETTBEWERB FINDET ZUM 50. MAL STATT. ARTIKEL: MARTIN FITZL


BRAKE - "Gutes Vorlesen ist, wenn sich niemand langweilt", hat Hörbuchsprecher Rufus Beck einmal gesagt. Beim Schulentscheid für den 50. Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des deutschen Buchhandels legten sich die Schüler der sechsten Klassen des Gymnasiums und der Realschule in Brake mächtig ins Zeug, diesem Motto gerecht zu werden.
Und doch: Nervös sind sie alle schon ein wenig gewesen. Vor der Tür zur Bibliothek am Gymnasium tritt manch ein Kandidat von einem Fuß auf den anderen. In der Realschule nesteln die Kinder an einem langen Tisch an ihren Lieblingsbüchern herum. Kein Wunder, sie müssen nicht wie am Gymnasium einzeln, sondern vor Publikum lesen.
Erst ist ein selbst gewählter Text dran, gelesen werden darf nicht länger als fünf Minuten. "Fowl", "Der kleine Vampir", "Zweistein & Co." - die Auswahl ist ein wilder Mix aus Klassikern und neuen Kinderbüchern.
Wer sich dort bewährt hat, muss einen unbekannten Text lesen. "Das ist das Recall", scherzt Fachbereichsleiter Holger Gerdes, der den Wettbewerb am Gymnasium betreut. Dort ist es Kästners Klassiker "Emil und die Detektive", in der Realschule Lindgrens "Ronja Räubertochter". Dabei trenne sich die Spreu vom Weizen, sagt Holger Gerdes.
Die Jury, das sind nicht nur Lehrer: Das Gymnasium etwa hat Cord Gerdes nach Brake geholt, der sonst Schauspieler am Klecks Theater in Hannover ist. Ihr Bewertungsbogen zeigt, dass es um mehr geht als fehlerfreies Vorlesen: Textverständnis und -gestaltung sind ebenfalls Teil der Bewertung. Außerdem wird auch darauf geachtet, ob der Vorleser "frei" liest, also die Jury anschaut.
Leicht hat es die Jury nicht. Die Diskussionen sind groß: Wie ist das Buch am Anfang vorgestellt worden? Hat der- oder diejenige zu schnell gelesen? Und niedlich waren sie am Ende alle, herrscht seltene Einigkeit in der Jury. Trotz Haspler, Versprecher oder Verrutscher in der Zeile.
Am Ende hat am Gymnasium Rhoda Geisel (11), die aus "Zwei wilde kleine Hexen" vorgelesen hat, gesiegt. Die Realschule hat Florian Peters (11) zum Besten gekürt.
Die nächsten Hürden für die beiden sind der Stadt/Kreisentscheid, danach geht es auf Bezirks- und Landesebene. Bis zum bundesweiten Finale im Juni 2010.


Schüler geben was auf die Ohren (Quelle: NWZ-online)

RADIOPROJEKT Die Sendungen sind im November und Dezember zu hören


DIE BEITRÄGE WURDEN EIGENSTÄNDIG GEPLANT, AUFGEZEICHNET UND GESCHNITTEN. DIE THEMEN SIND SEHR BUNT AUSGEFALLEN. BILD UND ARTIKEL: MARTIN FITZL


BRAKE - 19 Schüler, vier Themen und ein Mikrofon: Im Seminarfach "Schülerradio" die jungen Teilnehmer aus dem 13. Jahrgang mit "Radio Weser.TV" eine komplette 45-minütige Radiosendung gestaltet.
Vier Gruppen haben sich jeweils ein Thema überlegt und umgesetzt. So hat sich das erste Team gleich um die Erfahrungen in den anderen Seminarfächern gekümmert. "Kulturbeitrag" nennt die zweite Gruppe ihr Projekt: Filmrezensionen und viel alternative Musik gibt es zu hören. "Wir wollten keine ollen Kamellen", sagt Christian Kollasch.
Gruppe drei hat sich das Thema Internetsicherheit zur Brust genommen, darunter Datenklau bei SchülerVZ und Internetsucht. Die letzte Gruppe hat einen Reisebericht über Berlin gemacht: Was verbinden die Leute mit der Hauptstadt? Was sind Geheimtipps für Berlin?
Ungewohnt sei vor allem gewesen, die eigene Stimme zu hören. Und auch das Schneiden der Beiträge sei sehr zeitaufwändig gewesen. Dennoch können sich einige vorstellen, später mal zum Radio zu gehen. Nur nicht hauptberuflich - und nicht als Moderator.
Die Sendungen sind am 25. November und 2. Dezember jeweils ab 16.05 Uhr und am 9. und 16. Dezember jeweils ab 17.05 Uhr auf 90,7 (UKW) und 96,95 (Kabel) bei "Radio Weser.TV" zu hören.


Methodenfahrt des 5. Jahrgangs

Vom 26.10. bis zum 13.11. sind auch dieses Jahr unsere fünften Klassen wieder in der Jugendherberge Jever untergekommen, um neben einem umfangreichen Freizeitprogramm in Jever und Wilhelmshaven, Kompetenzen im methodischen Bereich zu erwerben.


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Jever
Unter dem Motto "Jever lockt - Friesisch nah an der Nordsee!" entdeckten die Schülerinnen und Schüler bei der Stadtrallye schon an dem ersten Tag die historisch-kulturelle Seite der Altstadt Fräulein Marias. Der Besuch des Schlosses in Begleitung einer Bettmeisterin und ein Nachtwächterrundgang durch Jevers Gassen mit vielen kleinen Anekdoten rundete das Wissenswerte rund um alte Zeiten Jevers ab. Auch im Feuerwehrmuseum gab es viel zu entdecken - vom Brandhorn bis zur heutigen digitalen Meldetechnik - vom Saugkorb bis zur Drehleiter.

Wilhelmshaven
Trotz des andauernden Regens bot auch die Rundfahrt durch den Marinehafen in Wilhelmshaven Sehenswertes an und begeisterte alle für die anschließende Führung durch das Nationalparkhaus, wo wir u.a. die Seesterne anfassen durften. (siehe Bildergalerie unten)

Jugendherberge
In den Konferenzräumen des Jugendhauses wurden die Schüler mit einer Vielfalt der Methoden konfrontiert, die sie auch selbst ausprobieren konnten. Für die langen Herbstabende hatten wir uns auch ein schönes Programm zusammengestellt: ein Casino-Abend, eine Lesenacht und abschließend eine Talentshow mit Disko. Es hat nicht nur allen Spaß gemacht, sondern die Beteiligung aller Schülerinnen und Schüler und die gemeinsame Vorbereitungszeit schufen das richtige Zusammengehörigkeitgefühl.

Gu / Ma - Bildergalerie 5d

"Eine großartige Erfahrung" (Quelle: NWZ-online)

SCHULE Gymnasiasten zum Schüleraustausch auf der Insel La Reunion


16 SCHÜLER UND SCHÜLERINNEN DES GYMNASIUMS NAHMEN AM AUSTAUSCH TEIL. BEGLEITET WURDEN SIE VON DEN LEHRERINNEN REGINA VENNEMANN UND BARBARA KRAMER.

BRAKE - Die Schüler wohnten bei Gastfamilien, deren Kinder bereits im Mai in Brake zum Austausch waren. Nach mehr als zwölf Stunden Flug kamen die Schüler auf der Insel an. Sie besuchten zusammen mit den einheimischen Kindern die Schule, an der außer mittwochs auch an den Nachmittagen Unterricht stattfindet. Danach mussten auch noch Hausaufgaben gemacht werden.

In den 16 Tagen auf La Reunion haben die Schüler nicht nur die Sprache besser kennen gelernt, sondern auch die Landschaft, Kultur und Religion. "Die Menschen dort sind hilfsbereit und freundlich", erzählt Regina Vennemann. Trotz der einfachen Lebensverhältnisse leben die Menschen harmonisch zusammen. Man lässt sich mehr Zeit. Aber auch alltägliche Dinge sind aufgefallen. Auf den Märkten dominierten frische Früchte. "In den einfacheren Familien gab es häufiger Reis zu essen", erklärt Marike Decker. Neben der französischen existiert auf Le Reunion auch die creolische Kultur.

Mit der Partnerschule wurden Ausflüge über die Insel gemacht. So wurde ein Vulkan besichtigt oder es wurde geschnorchelt. "Aber wir habe auch viel über den Hintergrund der Sklavengeschichte erfahren, die hier immer noch präsent ist", erklärt Barbara Kramer.

Auch nach dem Austausch stehen die Schüler mit ihren Austauschfamilien weiterhin in Kontakt. "Sprachlich haben die Schüler einen Satz nach vorne gemacht", sagt Regina Vennemann und wertet den Austausch als vollen Erfolg. Denn die 14- bis 16-Jährigen, die aus verschieden Klassen kommen, sind in der Zeit auch als Gruppe zusammengewachsen.


"Ein ganz normaler Jahrgang" (Quelle: NWZ-online)

BILDUNG Gymnasium befragt ehemalige Zehntklässler auf dem Weg zum Abitur

AN DER BEFRAGUNG BETEILIGEN SICH 66 SCHÜLER UND 46 LEHRKRÄFTE. 56 PROZENT DER SCHÜLER BEZEICHNEN IHRE ARBEITSBELASTUNG ALS ENORM. ÜBER DIE HÄLFTE DER LEHRER BEKLAGT WISSENSLÜCKEN.
VON LORE TIMME-HÄNSEL

BRAKE - "Es ist ein ganz normaler Jahrgang, in dem sowohl gute als auch schwächere Schüler vorkommen." Dieses Fazit zieht Marita Blank-Matthies aus der Befragung des so genannten Turbo-Abi-Jahrgangs am Gymnasium Brake. Der ehemalige 10. Jahrgang steuert derzeit in der Qualifizierungsphase I zusammen mit dem ehemaligen 11. Jahrgang auf das Abitur in 2011 zu.

"Wir wollten wissen, wie es den Schülern aus den ehemaligen zehnten Klassen geht", erklärt die Lehrerin, die sich am Gymnasium mit dem Thema Evaluation befasst. Befragt wurden außerdem die 54 Lehrkräfte (darunter zehn Tutoren), die in den Kursen der Q 1 unterrichten. Die Befragung der Schüler und Lehrer war anonym.

Das Gymnasium Brake besuchen 1052 Schüler, von den 212 Schülern in der Q- 1-Phase sind 100 ehemalige Zehntklässler. 66 gaben die Fragebögen ausgefüllt zurück. Von den Lehrkräften kamen 46 Fragebögen zurück.

Über die Hälfte der Schüler fühlt sich in den Kursen wohl und arbeitet gerne mit Schülern aus dem ehemaligen 11. Jahrgang zusammen. Für 50 Prozent sind die Lerninhalte verständlich, aber 52 Prozent geben an, dass sie dem Unterricht nur teilweise folgen können.

56 Prozent bezeichnen ihre Arbeitsbelastung als enorm und 40 Prozent haben Wissenslücken (vor allem in den Naturwissenschaften, aber auch in Geschichte und Englisch). 46 Prozent geben zu, durch die Lernstoffmenge überfordert zu sein und 33 Prozent haben Probleme bei der Bearbeitung der Hausaufgaben. Nachhilfeunterricht oder andere fremde Hilfe nehmen 23 Prozent in Anspruch.

Unterstützung gewünscht

Die Schüler wünschen sich, dass die Lehrkräfte mehr auf ihre Probleme eingehen und sie mehr unterstützen, dass das rasante Lerntempo verringert wird, ausreichend Bücher zur Verfügung stehen und alle Schüler gefördert werden.

Die Hälfte der Lehrkräfte bezeichnet die Lerngruppe bezüglich des Leistungsstandards als heterogen. 67 Prozent stellen eine hohe Bereitschaft zur Gruppenarbeit fest, 57 Prozent eine aktive Teilnahme am Unterricht, 50 Prozent beurteilen die Qualität der Hausaufgaben als gut. Dreiviertel der Lehrkräfte sehen keine Probleme bezüglich der Altersunterschiede. Über die Hälfte der Lehrkräfte beklagt Wissenslücken bei beiden Jahrgängen, es fehlen Vorkenntnisse, die für das Abitur relevant sind.

Auch die Lehrer haben Vorschläge zur Verbesserung der Situation gemacht. Sie schlagen vor, die Kurse auf 18 Schüler zu beschränken und einheitliche Standards für die Sekundarstufe I aufzustellen. Individuelle Förderung und die Einplanung von Wiederholungsbausteinen, gemischte Gruppen zur Förderung der Kommunikation und die Anhebung der Stundenzahl sind weitere Vorschläge. Von den Schülern wird besseres Lernen und eine Veränderung ihres Freizeitverhaltens gefordert.

Zweite Befragung geplant

Das Gymnasium plant als erste Konsequenz aus den Ergebnissen der Befragung eine schulinterne Lehrerfortbildung zur Binnendifferenzierung und individuellen Förderung der Schüler. Für die Stunden, in denen Unterricht ausfällt, soll den Schülern Wiederholungsmaterial angeboten werden. Wieder beleben möchte Marita Blank-Matthies den Nachhilfering des Gymnasiums, das sei angesichts des Lernpensums in der Oberstufe aber ein langfristiges Ziel. Zum Ende der Schulzeit soll der Turbo-Abi-Jahrgang noch einmal befragt werden. "Wir wollen aus den Erfahrungen der Schüler lernen", sagt sie.


Schüleraustausch mit La Réunion


Während des zwei-wöchigen Schüleraustauschs mit La Réunion schreiben die Teilnehmer jeden Tag einen kleinen Tagebucheintrag, der hier veröffentlicht wird. Viel Spaß beim Lesen:

Sonntag, 4. 10. 2009: Ankunft
Nach einer Reisezeit von ungefähr 24 Stunden (von reunionesischer Haustür bis heimatlicher Haustür) sind wir alle wieder gut angekommen und entsprechend erschöpft. Wir sind sehr, sehr gastfreundlich aufgenommen worden und haben unglaublich viele und einmalige Eindrücke gewinnen können, in allen alltäglichen Lebensbereichen, in der Kultur, der Natur, der Geschichte… die Liste ließe sich noch fortsetzen.
Die Schülergruppe war einfach prima! Beim Hören und Sprechen in Französisch haben alle gute Fortschritte gemacht, etliche sogar ganz außergewöhnlich große. Auch über sich selbst haben viele sicherlich eine Menge gelernt und Erfahrungen gemacht, die ihnen bei späteren Reisen oder im Alltag nützen können. Jetzt, in den Herbstferien, gibt es ja ein wenig Muße, um alles zu verarbeiten und sich von den Anstrengungen zu erholen (und das in der Schule Versäumte nachzuholen!).
R. Vennemann + B. Kramer

3. + 4.10.2009 / 15. + 16. Tag: Abreise und Flug
Samstagmorgen haben alle noch einmal die restliche Zeit mit ihren Corres ausgenutzt. Einige waren noch einmal auf einem Markt, andere haben ein Eis gegessen oder sind zum letzten Mal an den Strand gefahren. Danach ging für alle das große Gepacke los. Bloß kein Übergepäck, das würde nämlich 15 € pro Kilo kosten! Um 18 Uhr sollten alle am Flughafen von St. Denis versammelt sein. Irgendwann sagte dann Frau Vennemann, dass wir jetzt zum Einchecken gehen müssten und schon flossen die Tränen und es waren sehr traurige Gesichter zu sehen. Der Abschied war schwer. Glücklicherweise erschien dann auch noch Lisa, deren Gastfamilie ausgerechnet auf der Fahrt zum Flughafen eine Autopanne hatte. Der lange Flug zurück verging zum Glück recht schnell, es kam uns schneller vor als der Hinflug. Um Punkt 12 Uhr nachts wurde es dann noch einmal aufregend, denn da begann Naomis Geburtstag. Ein leises Ständchen wurde gesungen (die anderen Passagiere schliefen ja schon größtenteils) und unser Geburtstagskind bekam auch ein Geburtstagssachet und einen Schokoladenkuchen vom Steward. In Paris sind wir recht schnell ausgestiegen, um dann, gleich nachdem wir unsere Koffer bekommen hatten, möglichst ohne Hektik in die Navette steigen zu können, die uns zum anderen Flughafen "Charles-de-Gaulle" fahren sollte. Wir hatten nämlich deutlicher weniger Zeit für dieses ganze Manöver, als auf dem Hinflug. Doch der Shuttlebus war schon gut gefüllt, als wir mit unserer Gruppe eintrudelten. Beim umständlichen, z.T. nicht ungefährlichen Gepäckeinladen auf schmaler Straße, mit vorbeifahrenden Bussen stellte sich heraus, dass wir nicht alle mitfahren könnten. Also mussten wir in 2 Gruppen fahren, dazwischen über ½ Stunde warten und uns wieder finden. Letztendlich hat das dann auch geklappt und wir saßen im zweiten Flugzeug, das uns nach Hamburg brachte.
Dana und Julia

2. 10. 2009 / 14. Tag: Schiffahrt, Geburtstag, Aquarium und Abschiedsfest
Heute hatte Alex Geburtstag. Nach einem Ständchen hinter der Schule und der Übergabe eines kleinen Geschenksachet sind wir mit dem öffentlichen Bus nach St.Gilles-les-Bains gefahren. Dort sind wir in das Glasbodenboot "Grand Bleu" eingestiegen. Leider konnte man unter Wasser nichts sehen, da der Ozean zu unruhig war. Auf dem Boot haben wir uns die Küste angeschaut, uns gesonnt, die Aussicht übers Wasser genossen, Fotos gemacht und vieles mehr. Plötzlich rief jemand:" Dort sind Wale!" Und tatsächlich haben wir sie in freier Wildnis beobachten können, für diese Jahreszeit etwas ganz Besonderes dort. Einfach "incroyable" wie Paul es wieder auf den Punkt brachte. So hat die Tour statt 1 ½ eben 2 Stunden gedauert und manch einer hatte ein kleines Problem mit dem Magen. Danach sind wir noch in das Aquarium gegangen. Es war klein aber ganz neu und wunderschön gestaltet. Man hatte einen unglaublichen Blick auf das Leben im Meer. Dort haben wir einen Fisch, der immer im großen Kreis geschwommen ist, auf den Namen Jürgen getauft. Danach mussten wir quer durch St. Gilles zu einer ganz anderen Bushaltestelle laufen. Das Pendant zu der, bei der wir angekommen waren, existierte einfach nicht. Aber Gott sei Dank ist ein Bus gekommen.
Wieder in St. Paul haben wir noch einmal für unsere Vorführung am Abend geübt, beim Singen wurden wir sogar gefilmt. Danach durften wir uns auf dem Markt frei bewegen und letzte Besorgungen machen. Vor dem Abschlussfest am Abend hatten wir noch 2 Stunden in den Familien. Bei dem Fest haben wir dann unsere Vorführung gezeigt, es gab noch mal ein Geburtstagslied für Alex mit den Corres, dann haben wir vom Buffet und gegrillte Würste gegessen und geredet. Leider ging dieser tolle Tag zu früh zu Ende.
Laura Kr. und Siw

01. 10. 2009 / 13. Tag: Talkessel - Cirque de Salazie
Heute sollte es eigentlich schon um 7 Uhr losgehen, jedoch leider schien diese Nachricht nicht bei allen Familien angekommen zu sein. Es musste auf Nachzuegler gewartet werden. Zum Glueck waren wir aber trotzdem puenktlich im botanischen Garten, der sich im Talkessel Salazie befand. Wir hatten sogar vorher noch Zeit, uns einen wunderschoenen Friedhof anzuschauen, der einem Blumenmeer glich. Auch der Ort Salazie, in dem wir unterwegs noch kurz Halt machten, gefiel uns. Der Fuehrer im botanischen Garten veranschaulichte seine Fuehrung, indem er uns an fast allem riechen liess und wir alles anfassen durften. Die Informationsfuelle erschlug uns allerdings etwas. Zuer Fuehrung gehoerte ausserdem, dass wir ein typisches kreolisches Haus besichtigten, in dem die Besitzer noch wohnten. Danach hatten wir noch eine Stunde fuer uns. Einige haben sich kleine Andenken gekauft, andere etwas zu essen. Auf dem Rueckweg haben wir noch kleine Stopps gemacht, um zum Beispiel die schoensten Wasserfaelle - zum Teil mit Regenbogen - zu fotografieren. Der Busfahrer hat uns ausserdem noch einen schoenen versteckten See gezeigt. Alexander konnte leider immer noch nicht teilnehmen und Marieke hat waehrend der Fuehrung groesstenteils auf einer Bank gelegen, weil sie schwaechelte. Nachdem sie sich etwas ausgeruht hatte, konnte sie die Zeit doch noch geniessen.
Lina

30. 09. 2009 / 12. Tag: Schnorcheln
Vorerst ein ganz normaler Tag. Wir trafen uns wie immer bei Schulbeginn am Hintereingang des Collège. Es ging nach dem Klaeren vieler Problemchen zum Busbahnhof und von dort mit dem bus, der incroyable voll war, nach L'Hermitage, wo sich ein Strand befindet mit Wiese und Baeumen sowie einer Lagune - schwer zu beschreiben. Diejenigen, die sich dafuer interessieren, koennen bei Google mal nachschauen :-). Dort angekommen, wurde sich umgezogen und dann ging's ab ins Wasser. Der Tauchgang mit Anfassen von Seegurken und 'Seeschlagen' kostete einige Ueberwindung, war aber fuer die meisten ein aussergewoehnliches Erlebnis. Wir lernten eine Menge ueber das sensible Oekosystem ‚Koralle' und die negativen Auswirkungen von uns Menschen darauf. Das Baguette danach war wieder incroyable. Schliesslich ging's zu unserem Lieblingsstrand Boucan Canot. C'était drôle, weil viele Leute da waren, wegen des nochmaligen Schnorchelns, und der hohen Wellen. Spaeter kamen dann noch unsere beiden Lehrerinnen dazu. Was fuer ein toller Tag!
Jonas und Paul

29. 09. 2009 / 11. Tag: Klettertour
Der heutige Tag begann mit dem alltaeglichen Treffen auf dem Parkplatz hinter der Schule um 7.30 Uhr. Es gab einige Schwierigkeiten, da Laura Kr. heute zum 3. Mal innerhalb von neun Tagen die Familie wechselte. Der erste Wechsel nach einer Woche war von Anfang an vorgesehen, aber mit der 2. Familie harmonierte es nicht. Also stand ein erneuter Wechsel an, aber Laura ist nun aeusserst zufrieden und das Problem ist aus der Welt. Nun machten wir uns auf in Richtung Busbahnhof. Auch dort gab es einige kleine Komplikationen, da wir noch vorhandene Resttickets auf dieser Strecke nicht einloesen konnten. Nun ja, c'est la Réunion. Unsere beiden Lehrerinnen erledigten dieses Problem.
Der Bus brachte uns nach Possession, von wo aus wir von Mme Boluix zum Anfang unseres Wanderweges gefuehrt wurden. Jetzt mussten wir uns noch alle eincremen und Huete aufsetzen (oder Schals als Turbane umwickeln), um uns gegen Sonnenstiche zu schuetzen, aber dann ging's los. Wir armen, nur flaches Land kennende Norddeutsche mussten drei Berge mit einer wirklichen starken Steigung hinauf und auch wieder hinunterklettern, nicht wandern. Zum Glueck gab es keine Kreislaufzusammenbrueche oder gebrochenen Knochen, sondern nur kaputte Schuhe, jede Menge Blase an den Fuessen und einige jammernde und schwitzende Schueler. Doch da heute anscheinend wirklich unser Glueckstag war, verschonte uns die brennende Sonne. Nach etwa drei Stunden waren wir endlich angekommen und nach allgemeiner Staerkung besichtigten wir eine ehemalige Quarantaenestation fuer ankommende Passagiere, die irgendwelche Krankheitsssymptome aufwiesen, damit auf der Insel keine Epidemien ausbrachen. Auch auf der Busfahrt zurueck gab es wieder Probleme mit den Fahrkarten , doch unsere beiden Lehrerinnen konnten erneut auch diese beheben.
Im Bus wurde die Idee laut, man koenne doch einen Abstecher zu Mac D… machen. Nach einiger "Ueberzeugungsarbeit"….. gesagt, getan! Von der reunionesischen Spontaneitaet angesteckt, aßen wir zu den doppelten Preisen bei Mac D… und fuhren dann gestaerkt zum Busbahnhof nach St. Paul zurueck. Alles in allem war der Tag ziemlich anstrengend, aber auch interessant.
Alexander jedoch lag den ganzen Tag (hoffentlich) im Bett und kurierte seine Krankheit aus.
Paula und Laura D.

28.09.2009 / 10. Tag: Besuch des wilden Suedens
Heute sind wir aufgrund von Missverstaendnissen erst um 7:30 losgefahren, statt wie geplant um 7 Uhr, was sich jedoch als kein Problem erwies, da die Kirchenfuehrung in St. Pierre erst um 9 Uhr begann. Die Deutschen wurden von den Franzosen getrennt. Wir haben zuerst einen chinesischen Tempel besichtigt und etwas ueber die chinesische Religion und Bevoelkerung auf der Insel erfahren. Danach wechselten wir mit den Franzosen und besuchten die Moschee, aus der wir aber mitsamt unserem Fuehrer aus unerklaerlichen Gruenden vom Chef der muslimischen Bauarbeiter ploetzlich, nach der halben Fuehrung hinausgeworfen wurden. Quel choc! Als Toiletten dienten uebrigens waschbeckenartige Becken im Boden, die Spuelung bestand teilweise aus einer kleinen Giesskanne. Nach einer kurzen Staerkung auf dem Buergersteig sind wir weiter mit dem Bus an einen Bilder-buchstrand gefahren, an dem wir gepicknickt und gelacht haben. Anschliessend sind wir dann zu den z.T. noch dampfenden Lavastroemen gefahren, die erst 2007 aus dem Vulkan geflossen sind. Hier haben wir nur kurz Rast gemacht, da das Wetter umschlug. Alles sah eher aus wie schwarz-rote Steine und nicht unbedingt so, wie man sich Lava vorstellt. Danach haben wir noch eine Pause bei Miniwasserfaellen eingelegt. Von hier aus sind wir auf kurvenreicher Strasse zurueck nach St. Paul gefahren. Wir haben an diesem Tag die ganze Insel per Bus umrundet. Leider hat Alex von allem nicht viel mitbekommen, denn eine Erkaeltung hat ihn lahm gelegt.
Lina und Lale

26. und 27.09.2009 / 8. und 9. Tag: Wochenende
Nach der anstrengenden, aber schoenen ersten Woche auf La Réunion hatten wir alle ein erholsames Wochenende. Am Samstag waren wir in der Hauptstadt St. Denis shoppen und natuerlich bei Mac D……. essen . In der Stadt begegneten wir maskierten Maennern in Kampfanzuegen mit Gelaendewagen, die, nachdem sie einen zu Tode erschrocken haben, gratis Cola Zero verteilten. Auch Geske bekam eine Dose und einen Pappbecher. Am Abend war dann eine Party fuer alle Deutschen und ihre Austauschpartner bei Andri. Dort spielten viele Wii und es gab reichlich zu essen und zu trinken. Wir verbrachten einen netten Abend zusammen und hatten viel Spass.
Sonntag waren viele von uns am Strand von Bucan Canot. Es war jedoch recht windig und somit waren die Wellen sehr hoch. Das aber gefiel fuenf von uns sehr gut, denn die wollten surfen gehen. Lina und Lisa haben sich dabei einige kleine S chuerfwunden zugezogen, ansonsten hat es ihnen aber Spass gemacht. Wir hatten also wieder viel Sonne und beaucoup de plaisir.
Marike und Geske

25.09.2009 / 7. Tag: Schulunterricht und Marktbesuch
Heute hatten wir 4 Stunden Schule - es kam grosse Freude auf (ernst gemeint!). Weniger erfreulich war allerdings die Tatsache, dass wir auf verschiedene Klassen verteilt wurden, damit es immer nur eine/n deutsche/n Corres pro Klasse gab. Nach diesen Unterrrichtstunden folgte dann noch eine Zusatzunterrichtsstunde "Vulkankunde" mit praktischen Experimenten, auch an Mikroskopen, und animierter Beamerpraesentation.. Die Schule ueberstanden, setzten wir unsere "Reise" fort: wir gingen auf den Markt in St. Paul. Hier gab es viel zu sehen und zu entdecken, tropisches Obst und Gemuese in Huelle und Fuelle; am besten war ein total durchgeknallter Mann aus Afrika, der seine Bob Marley - Ware an den Mann bringen wollte. Nachdem wir alle ein bisschen "Beute" gemacht hatten, trafen wir uns um 3 Uhr vor dem Markteingang wieder und probten noch fuer unsere kleine Auffuehrung am Abschiedsabend. Anschliessend trennten sich dann alle unsere Wege und wir starteten ins Wochenende.
Marius und Alexander

24.09.2009 / 6. Tag: Geburtstag und Museumsbesuche
Heute hatte Lisa Geburtstag und wir sind ins Schildkroetenmuseum gefahren. Doch genau wie gestern waren wir wieder zu frueh dran, aber die total schoene Aussicht aufs Meer von den Schildkroetenbecken aus, bei denen wir spaeter picknickten, liess uns die Wartezeit vergessen. Die riesigen Schildkroeten fand besonders Paul mal wieder incroyable. Anschliessend fuhren wir dann ins Musée agricole et industriel Stella Matutina, eine stillgelegte Zuckerfabrik, welche die Geschichte und Techniken der reunionesischen Landwirtschaft sehr lebendig dokumentiert. Dort hatten wir zunaechst eine Fuehrerin, die klang, als habe sie Kreide verschluckt. Spaeter sind wir an die Strandpromenade von St. Leu gefahren, wo wir in einer total schoenen Beachbar unter Palmen Pizza oder Crêpes gegessen haben. Manche von uns waren abends noch auf Lisas 16. Geburtstag (bei Maja zu Hause), doch konnte man zu der gespielten Musik nicht wirklich tanzen, obwohl die franzoesischen Corres dies gerne wollten, und so standen wir auf dem Balkon und haben geredet und gelacht. Lisa war total gluecklich und hat sich gefreut, dass so viele da waren, um mit ihr zu feiern.
Laura und Siw

23. 09. 2009 / 5. Tag: Villèle
Ein weiterer wundervoller Tag auf La Réunion hat begonnen. Das heutige Ziel war die Besichtigung eines Herrenhauses aus der Kolonialzeit, auf dessen dazugehoerigem Grundbesitz Sklaven arbeiteten. Wir trafen uns heute morgen auf dem Parkplatz vor unserer Schule. Darauf folgte ein kleiner Fussmarsch zum Busbahnhof bei unglaublichen 35,5 Grad Celsius. Incroyable! In Villèle angekommen, mussten wir ca. 30 Minuten warten, da uns keiner das Tor öffnete. Ein netter Angestellter hat dann jedoch mit uns eine Führung durch das Museum gemacht. Nachdem wir fertig waren, machten wir uns auf die Suche nach einem schönen Restaurant, um gemeinsam zu essen, jedoch wurden wir nicht fündig. Also warteten wir an der naechsten Haltestelle auf den Bus, um nach St. Paul zurückzufahren. Doch es kam leider keiner. Incroyable!! Die einzige Lösung war ein 15 km langer Fussmarsch nach St. Gilles (incroyable!!!), wo es eine Busverbindung nach St. Paul gab. Also machten wir uns auf den Weg entlang der Landstrasse und am Ende haben wir es geschafft. Eine Fastfoodkette, die zufällig am Ende plötzlich auftauchte, stillte Hunger und Durst. Danach ging's für die meisten weiter zum Strand und sie waren glücklich, im erfrischenden Wasser zu sein. Die anderen warteten in brütender Hitze noch ein Weilchen auf Abholung. Alles in allem war es ein schöner Tag, jedoch war das Museum unserer Meinung nach nicht so interessant wie der Vulkan.
Paul und Jonas

22.09.2009: Bei den Vulkanen
Heute ging's auf zu einem der beiden Vulkane von La Réunion. Anscheinend hat man auf dem Weg dorthin viel Hunger und Durst, da meine Gastmama mir eine grosse Kuehltasche mit 2 Flaschen Wasser, 1 Dose Schweppes und 1 Trinkpaeckchen, saure Kekse, Muesliriegel, Kuchen, Aepfel, 3 Broetchen und 2 Joghurts mitgegeben hat. Wir mussten 2 Stunden ab St. Paul fahren. Die Haelfte des Weges war SEHR kurvig und einige hatten "envie de vomir", weshalb dann auch eine kleine Pause gemacht wurde; damit die Spucktuete nicht zum Einsatz kommen musste. Zuerst haben wir an einer Vulkanschlucht angehalten, wo uns der reunionesische Lehrer, der uns mit seiner 9. Klasse begleitete, viel ueber Vulkane erklaerte, was sehr interessant war, auch wenn wir laengst nicht jedes Detail verstanden haben. Er hat uns sehr schnell unheimlich viele Informationen vermittelt, weil er ein Vulkanspezialist war und sein ganzes Wissen loswerden wollte. Wir standen auf einem Gelaende, das ca. 500000 Jahre alt war und es war sehr beeindruckend, mitten in den Wolken zu sein. Ausserdem gab es einen krassen Temperaturwechsel: es war dort oben sehr kuehl. Auch der Luftdruck veraenderte sich, denn unsere Chipstuete platzte fast, denn sie war ploetzlich prall gefuellt. Wir sind danach wieder in den Bus gestiegen und haben oefters angehalten und Kraterlandschaften angesehen - einmal sah es aus wie auf dem Mond.
Der letzte Stopp war auf einer hohen Aussichtsplattform, von wo aus man den noch aktiven Vulkan La Fournaise sehen konnte. Doch wir sind "nur" zu einem kleinen Vulkan in der Naehe gegangen (da der Zugang zum Fournaise wegen des letzten Ausbruchs und seines abgesprengten Randes verboten war). "Nur" ist nicht wirklich richtig, denn wir sind ca. 500 Stufen hinauf und 500 Stufen hinunter geklettert. Der kleine Vulkan war dann doch nicht soooo spektakulaer, ausser vielleicht fuer Jonas, der sich beim Abstieg auf Geroell eine groessere Schuerfwunde einhandelte, die wir dann nachher mit dem Mundschleimhaut-gurgelalkohol von Paula begossen haben. Gegen 14:30 Uhr sind wir dann wieder mit dem Bus nach Hause gefahren, was wir auch dringend noetig hatten, da es super anstrengend war, diese 1000 unregelmaessigen Felsstufen zu laufen, aber unsere Po- und Beinmuskeln muessten jetzt hart wie Stein sein. Zu Hause haben wir, ausser essen, nicht mehr viel gemacht, da es ein sehr anstrengender Tag war.
Dana und Julia

21.09.2009: Besuch in der Schule
Der Tag begann nach einer Nacht mit ausreichend Schlaf mit einem guten Start in der Schule. Auf La Réunion beginnt die Schule bereits um 7:30; es heisst also frueh aufstehen. Wir wurden nett empfangen und mit Saeften und Kuchen bedient. Danach begann der Unterricht fuer die Corres, und wir wurden erstmal durch die grosse Schule gefuehrt. Anschliessend hatten auch wir Unterricht, zuerst eine Stunde Biologie, dann Geschichte und Musik und dann noch einmal Geschichte. Zwischendurch wurden uns fuer unsere Schnorcheltour in einer Woche Flossen ausgeteilt. In Musik hatten wir viel Spass. Wir haben traditionelle Lieder gelernt und sogar ein lustiges Tier gesehen, welches liebevoll auf den Namen " Heinz" getauft wurde. In Geschichte lernten wir etwas ueber die historische Entwicklung von La Réunion. Mittags aßen wir in der zweckmaessig ausgestatteten Kantine - durchaus akzeptabel. Nach der Schule machten wir noch einen kleinen Trip an die Promenade und durch den Ortskern von St. Paul. Des Rest den Tages waren manche der Schueler in ihren Familien, manche am Strand ou ailleurs. Im Grossen und Ganzen war der Tag sehr schoen und wir hatten viel Spass. Vielleicht sind einige der heute neu gelernten Dinge (z.B. einige Vokabeln oder Regeln) etwas gewoehnungsbeduerftig, aber wir meistern das.
Laura und Paula

20.09.2009: Flug und Ankunft
Die Nacht ueber schliefen wir oder nutzten die verschieden Angebote des Computers in der Lehne des Vordersitzes. Man konnte sich zwischen verschieden Kinofilmen oder Serien, CDs oder Radio und sogar Spielen entscheiden. Am Morgen wachten wir alle ziemlich erschoepft auf. Nach dem Fruehstueck (mit O-Saft/ Kakao/ Kaffee/Broetchen und Marmelade) setzte das Flugzeug bereits zur Landung an. Man hatte einen grossartigen Blick ueber die nordwestliche Seite der Insel, ueber die Hauptstadt St. Denis und den Flughafen. Nach einer aufprallartigen Landung gegen 10 Uhr, dem Vorzeigen unserer Ausweise und dem Abholen der Koffer (zum Glueck war keiner verloren gegangen) wurden wir in der Vorhalle des Flughafens bereits von unseren Corres und ihren Familien freudig erwartet. Nach der herzlichen Begruessung trennten sich unsere Wege fuer's Erste. Jeder fuhr mit seiner Familie nach Hause. Die Wohnungen und Haeuser befinden sich alle in oder um St. Paul herum. Am spaeten Nachmittag fuhren viele mit ihren Corres z.B. an den Badestrand, der ca. 15 Minuten Autofahrt vom Ortskern St. Paul entfernt ist. Dort gibt es einen herrlichen weiten Sandstrand mit klarem Meerwasser und hohen Wellen. Die Sonne schien und es war angenehm warm. Abends befanden sich dann wieder alle in ihren Gastfamilien und lernten diese durch Gespraeche besser kennen.

19.09.2009: Aufbruch
Am 19.09.2009 startete unser grosses Abenteuer. Um 7:05 stiegen die Braker in den Zug nach Bremen, um 7:14 die Elsflether. Nur Paul wurde nach Bremen gebracht. Dort stiegen wir in den Metronom, welcher uns um 8:28 auf direktem Wege nach Hamburg brachte, wo wir in die S-Bahn einstiegen und so zum Hamburger Flughafen gelangten. Dort mussten wir einchecken, um dann durch die Sicherheitskontrollen zu unserem Gate zu gelangen. Nun mussten wir warten, bis endlich das Boarding anfing. Der Flug hatte eine halbe Stunde Verspaetung, doch erstaunlicherweise kamen wir wie angekuendigt um 14:30 in Paris am Flughafen Charles de Gaulle/ Roissy an. Dort mussten wir einen Shuttlebus zum nationalen Flughafen Orly nehmen . Auch dieses Mal kamen alle heil an. Dann mussten wir dort fuer den langen Flug einchecken und leider hatte Siw nur einen Kinderausweis dabei, womit die Damen am Schalter ein Problem hatten. Nach vielen Fragen und bangen Minuten durfte Siw dann doch in das Flugzeug einsteigen. Mit 20 Minuten Verspaetung flogen wir von Frankreich nach Frankreich; doch der Flug dauerte 11 Stunden.
Naomi & Lisa


Samstag, 19.09.2009: Abreise

Nun geht's endlich los, alle freuen sich und sind aufgeregt. Hoffentlich haben wir keine wichtigen Reisedokumente vergessen. Der Flug von Hamburg nach Paris startet um 13.00 Uhr. Dann müssen wir quer durch Paris vom Flughafen Charles de Goulle zum Flughafen Orly wechseln. Hauptsache, das klappt in der vorgesehenen Zeit und wir verlieren nichts und niemanden unterwegs. Start ab Paris in Richtung Réunion 21.00 Uhr. 11 Stunden Flug liegen vor uns ...!
Vennemann, Kramer


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Letzte Änderung: 18.11.2009